Mai 202011
 
Mit Saisonkennzeichen lässt sich der Versicherungsschutz für Fahrzeuge auf bestimmte Monate begrenzen. Wer mehrere Fahrzeuge besitzt oder Youngtimer versichern will, kann mit dieser Alternative viel sparen. Das Wechselkennzeichen kann ebenfalls Ersparnisse bringen, ist derzeit aber noch in der Entwurfsphase. Der Sommer ist da und dann wird das Cabrio-Verdeck wieder nach hinten geklappt oder der Oldtimer aus der Garage geholt. Bei der Versicherung gibt es eine Möglichkeit ordentlich zu sparen: mit dem Saisonkennzeichen. Denn damit fallen lediglich die Kosten für einen festgelegten Zeitraum an. Beispiel: Ein Cabrio wird nur von Mai bis Oktober gefahren, die übrige Zeit steht der Wagen in der Garage. Dafür reicht eine Police für sechs anstatt zwölf Monate. Dasselbe gilt für Motorräder. Vor allem muss man nicht mehr zur Zulassungsstelle, um das Fahrzeug stillzulegen, die Verwaltungsgebühren fallen also nur einmal an. Auf einem Saisonkennzeichen findet man neben den üblichen Angaben auch den Zulassungszeitraum. Er wird rechts auf das Kennzeichen geprägt. Dabei gibt die Zahl über dem Strich - beispielsweise 05 - den Monat des Beginns und die unter dem Strich den Monat an, an dem der Zulassungszeitraum endet. Nachrechnen lohnt sich Interessant ist diese Möglichkeit vor allem Besitzer von Old- und Youngtimern. Bei Oldtimern ab 30 Jahren muss man sich allerdings überlegen ob die Rechnung aufgeht. Über das „H-Kennzeichen“ lässt sich ja auch einiges sparen, denn hier fällt nur die Pauschalsteuer von 192 Euro im Jahr an. Doch auch für andere Fahrzeuge kann sich das Saisonkennzeichen lohnen, denn wer in den Wintermonaten nicht fährt, kann sich die Prämien auch sparen. Einige Versicherungen bieten einen pauschalen Kurztarif an. Der liegt aber oft bei 60 bis 70 Prozent des normalen Jahresbeitrags, kein gutes Geschäft also. Eine genaue Abrechnung für die jeweiligen Monate ist oft günstiger. Auch beim Saisonkennzeichen stuft die Assekuranz den Versicherten üblicherweise in eine günstigere Klasse ein, wenn er unfallfrei fährt. Allerdings muss das Fahrzeug dafür in der Regel mindestens über einen Zeitraum von sechs Monaten angemeldet sein. Vor Vertragsabschluss sollte man sich erkundigen, ob es beispielsweise Rabatte für Wenigfahrer oder Garagenfahrzeuge gibt. Denn auch das kann Geld sparen. Geld sparen: Tarife Vergleichen Wichtig bei der Wahl des Tarifes ein Vergleich. Denn ebenso wie beim Ganzjahresschutz finden sich für Saisontarife immense Unterschieden von mehreren Hundert Euro. Daher sollten sich Interessenten nicht von der niedrigeren Prämie blenden lassen, die dann ja nur für ein paar Monate Versicherungsschutz bietet. Hier ist ein Vergleich mit einem Tarif für das ganze Jahr sinnvoll. Saisonkennzeichen gelten für mindestens zwei und maximal elf Monate. Wer außerhalb der festgelegten Zeit auf Tour geht, fährt ohne Versicherungsschutz. Außerdem darf das Fahrzeug in dieser Zeit nicht auf öffentlichen Straßen oder Plätzen abgestellt werden. Wechselkennzeichen nicht die beste Wahl Das schon länger diskutierte Wechselkennzeichen (bis zu drei Fahrzeuge mit einem Kennzeichen) dürfte für von Oldtimer- und Youngtimer- Besitzer kaum eine Ersparnis bringen. Es deutet sich an, dass die Besteuerung für jedes Fahrzeug erhalten bleibt und lediglich Versicherungsnachlässe möglich sind. Gerade bei Youngtimern also eine schlechte Rechnung, da sie in der Regel eine ungünstige Abgaseinstufung haben. Ein genauer Vergleich mit Saisonkennzeichen ist daher ratsam. Allerdings ist mit der Einführung des Wechselkennzeichens erst in 2012 zu rechnen. oldtimer-report.de hält Sie auf dem Laufenden, welche genauen Voraussetzungen dann erfüllt sein müssen. (alf) Lesen Sie auch den Kommentar zum Wechselkennzeichen